0.00% Zinsen in der Schweiz

0.00% Zinsen in der Schweiz

Diese Woche kam in den Nachrichten die grosse Schlagzeile, dass die Grossbank UBS ab dem 1. Juni ihre Zinsen auf dem Sparkonto von bisher 0.01% auf 0.00% senken wird. Wie ich das ganze sehe und was nun die Möglichkeiten sind, versuche ich  in diesem Beitrag zu erläutern. 

Die UBS hat prominent als erste grosse Schweizer Bank die Zinsen auf dem Sparkonto auf 0.00% gesenkt. Ursprünglich wollten die Banken mit höheren Zinsen für ein Sparkonto als für ein Privatkonto für die Kunden Anreize setzten. Einerseits konnte so die Bank mit dem Geld arbeiten und die Kunden konnten von höheren Zinsen profitieren. Die Bank kann nun mit dem Geld von den Sparkonti langfristiger planen, da sie weiss, dass der Kunde dieses Konto zum Sparen braucht und keine grösseren Geldbeträge ohne Gebühren auszahlen kann. 
Dies scheint nun endgültig der Vergangenheit anzugehören, weil es nun keinen Grund mehr gibt, warum ich mein Geld auf ein Sparkonto haben sollte. 
Von der Zinssenkung waren nicht nur das Sparkonto betroffen, sondern auch das 3a Konto, Freizügigkeitskonto und das Jugendsparkonto. Keine guten Nachrichten für jene Anleger, die ihre 3. Säule bei der UBS halten.  

Da eine minimale Inflation normal ist (2018: 0,94 %), wird das Geld auf dem Sparkonto jedes Jahr weniger Wert sein. Dabei wir auch deutlich, wie hoch der Zins eigentlich sein müsste, nur damit wir mit der Inflation mithalten könnten. Dazu kommen je nach Bank und Kontonutzung noch zusätzliche Gebühren dazu. Darum ist es so wichtig, dass wir neben dem Tagesgeldkonto auch einen Teil des Geldes investieren. 

Das Geld nun unters Kopfkissen?

Das ist keine gute Idee. Auch wenn man auf der Bank keine Zinsen  bekommt und sogar ein bisschen Minus macht, ist das Geld bei der Bank besser aufgehoben als Zuhause. In der Schweiz hat man auf der Bank eine Einlagensicherung bis 100’000 CHF. Für diesen Schutz bin ich auch bereit etwas zu zahlen (Beispielsweise mit Negativzinsen). Zuhause ist das Bargeld nicht versichert und wäre dann bei einem Einbruch weg. Das heisst nicht, dass man sein ganzes Vermögen auf dem Sparkonto haben muss, aber ein Bargeldlager ist sicher der falsche Weg. 

Wie gehe ich mit der Situation um

Eine Möglichkeit wäre es, sich eine neue Bank zu suchen, welche noch Zinsen zahlt. Im Moment hat es noch einige Banken, die mehr Zinsen zahlen als die UBS, jedoch kann es langfristig sein, dass die anderen Banken nachziehen werden. 
Im Verlauf der nächsten Monate werde ich mein Geld von meinem Sparkonto auf mein Privatkonto verschieben. Da auf dem Privatkonto und Sparkonto praktisch keine Zinsunterschiede mehr vorhanden sind, habe ich auf dem Sparkonto mehr Nachteile als Vorteile. Ein Nachteil ist, dass auf dem Sparkonto keine grossen Geldmengen ohne Gebühren sofort verfügbar sind. Dort existieren je nach Bank eine Limite von ca. 10’000 CHF die man vom Sparkonto weg transferieren kann. 

Ansonsten sehe ich die Sache ziemlich gelassen, da ich mit dem Geld auf dem Sparkonto nie gross Zinsen abstauben wollte. Auf meiner Bank gibt es aktuell noch Zinsen, welche aber auch nicht beträchtlich sind. Solange die Zinsen nicht negativ sind, werde ich mein Konto nicht schliessen. In Zukunft werden auch immer mehr Online Banken aufkommen, die Gebührenfrei und eventuell wieder Zinsen anbieten werden. 

Fazit

Mein Geld von der Bank abzuziehen und dann Zuhause zu lagern ist für mich keine Option. Bei 0% Zinsen macht es Sinn, nur so viel wie nötig auf der Bank zu haben und den Rest zu investieren. In Zukunft könnte es sogar Negativzinsen für Privatpersonen geben. Darum ist ein Sparkonto nicht wirklich die beste Wahl um zu sparen.

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