Schweizer Militär Top Mythen #1

by Erfolgsmaschine 1 Comment
Schweizer Militär Top Mythen #1

Da ich 21 Wochen lange die Rekrutenschule absolviert habe, kenne ich nun ein bisschen das Leben im Schweizer Militär. In meinem ersten Off-Topic Beitrag über das Militär möchte ich mit Behauptungen aufräumen, die nicht stimmen oder sie bestätigen, wenn sie stimmen. Natürlich kann ich nicht für jeden sprechen, da es je nach Standort, Truppengattung und Kader kleine bis grosse Unterschiede geben wird.

Im Militär sitzt man nur die Zeit ab
An dieser Behauptung ist viel Wahres daran, aber kann so nicht pauschal gesagt werden. Grundsätzlich wirst du garantiert in einer Formation oder sitzend warten müssen. Nun kommt es darauf an, in welcher Truppengattung du bist und wie gut dein Kader alles organisiert. Ich würde sagen, je höher die Anforderungen für eine Truppengattung ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Beschäftigungsgrad hoch ist. Zusammengerechnet musste ich auch einer höheren zweistelligen Stundenzahl in einer Formation warten. Darum sollte jeder, der noch eine Rekrutenschule im Schweizer Militär vor sich hat, sich auf kürzere oder lange Wartezeiträume einstellen. TRUE

Das Essen ist schlecht im Militär
Da im Militär das Budget für die Verpflegung nicht sehr hoch ist und wir uns immer noch im Militär befinden, kann man keine 5-Sterne Küche erwarten. Es wird für mehrere 100 Personen gekocht. Wie auch in der Mensa müssen im Militär wegen den grossen Mengen abstriche gemacht werden. Die Auswahl ist nicht gross und die eigenen Ansprüche müssen definitiv heruntergeschraubt werden, denn es gibt immer nur 1 Menu. Ich hatte in meiner Rekrutenschule eher Pech mit der Verpflegung. Es wurde meistens zu wenig geliefert und dann noch schlecht zubereitet. Jedoch weiss ich, da ich auch schon in anderen Kasernen gegessen hatte, dass die Verpflegung wirklich super sein kann! Darum gehe ich davon aus, dass die meisten wirklich tolles Essen haben und zufrieden sein können. FALSE

Die Kampfstiefel sind bequem!
Ich bekam zwei Paare Kampfstiefel 90 und 1 Paar Kampfstiefel 14. Das ändert sich ständig und es kann darum auch sein, dass du in Zukunft ganz andere Schuhe bekommen wirst. Ich lies mir immer wieder sagen, dass die Kampfstiefel 90 nach vielem tragen sehr bequem werden. Natürlich müssen diese Schuhe zuerst eingelaufen werden, da die Lederschuhe sehr steif sind. Ansonsten sind sie sehr unbequem und die Füsse schmerzen ziemlich schnell. Jedoch durch das viele tragen wird der Schuh weich und der Schuh passt sich dem Fuss an und wird tatsächlich angenehm zu tragen. Jedoch würde ich ich auch sagen, dass sich der Fuss mit Hornhautbildungen dem Schuh anpasst. Hast du aber einen sehr breiten Fuss, wird der Schuh wahrscheinlich nie bequem sein. Zum Glück kannst dann kostenlos zu einem Orthopäden, der dir den Schuh anpasst. Sollte das nicht reichen, wird die einzige Möglichkeit sein, einen Schuh von einem anderen Hersteller privat aus dem eigenen Sack zu erwerben. TRUE

Im Militär kannst du viel Geld sparen
Es wird einem immer wieder erzählt, dass man keine Auslagen während dem Militär hat und somit viel Geld sparen kann. Jedoch ist diese Aussage wieder sehr individuell. Aber gleich zu Beginn, du wirst nicht keine Auslagen haben, da du sicher unter der Woche in den Ausgang gehen möchtest und am Wochenende auch etwas unternehmen wirst. Dazu kommen vielleicht noch die Fixkosten dazu, die du während dem Militär nicht stoppen kannst, wie zum Beispiel vom Auto. Darum kann mit dem Erwerbsersatz des Militärs gespart werden, wenn sonst keine grossen Kostenposten vorhanden sind. Bei den meisten wird es nicht viel sein.  FALSE

Haben die Schweizer unter euch ähnliche Erfahrungen gemacht? Bei Fragen kannst du gerne einen Kommentar hinterlassen.

Comment ( 1 )

  1. ReplySparkojote
    Hallo Fabian, 2 Wochen Militär und ciao, war es bei mir :-) Über das Essen kann man sich wohl streiten, das hängt von der Kaserne und den Köchen ab. Grüsse Thomas

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